Musik bitte

Anzug und Krawatte, in den Sonnenuntergang gucken und 2 Stunden Speedometer hören, darauf hätte ich Lust.
Geht aber im Moment nicht und es kann auch sein, dass es das überhaupt nicht wieder gibt.
Das ändert sich allerdings auch nicht, wenn man als Diplom-Youtube-Virologe mit ner Reichskriegsflagge und einem Alu-Hut auf dem Kopp durch Berlin marschiert und glaubt, man sei das Volk – einige von uns hatten in der Schule mehr als Religion und Klettern; das nur nebenbei.
P.S. Speedometer gibt’s auf Bandcamp: https://speedometer.bandcamp.com/

Glaubstdunicht • 3

Gestern Abend, am Sonnabend (26. Juli), hat das britische Verkehrsministerium im Auftrag der Regierung angekündigt, dass Urlauber, die ab morgen, Montag, aus Spanien nach Großbritannen zurückkehren, wegen Corona in einer 14-tägige private Quarantäne müssen. Soweit, so gut, Regierung und Ministerium haben damit viele Briten überrascht – vor allem aber einen mit Namen Grant Shapps. Der ist – glaubt es mir – britischer Verkehrsminister; und nu ratet mal, wo der gerade ist. Richtig: Im Urlaub, in Spanien… Shapps wird, so hat es sein Ministerium schon mal verlauten lassen, selbstverständlich wie alle anderen die Quarantäne-Regeln beachten. Wird wohl im Hochsommer nicht gebraucht, der gute Mann.

Ach nee, Brexit – Fisch und so

Margate ist ein Küstenstädtchen im Südosten Englands. Margate hat etwa 60.000 Einwohner, gefühlt 500 Spielhöllen, einen breiten Sandstrand, ein sehr feines Kunstmuseum, einen riesigen Freizeitpark und einen ganz kleinen – und vieles mehr, das ein Städtchen, das vom Tourismus lebt und jahrzehntelang gelebt hat, zu brauchen meint. Außerdem beherbergt Margate an jedem ersten Wochenende im August das wohl beste Soulmusik-Festival auf dem Kontinent. Feiner wird’s nicht.

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Fürs Tagebuch – 23. Juli 2020

Ich nutze Facebook, nach wie vor intensiv – wenn auch deutlich anders als ich das vor Jahren getan habe. Eine Funktion gefällt mir gut. Sie heißt Erinnerungen und zeigt Dir einige Posts, die genau an einem Tag vor einem, zwei oder mehr Jahren erschienen sind. Das schaue ich mir ab und an an 🙂 Mitunter schreibe ich aber auch was auf – sozusagen für die Zukunft, in der Hoffnung, dass ich sie mir in einem oder zwei oder mehr Jahren anschauen kann. In der Regel poste ich nicht mehr als einmal pro Tag, meistens am Morgen. Dieses ist der Post von heute, Donnerstag, 23. Juli 2020…

Each and every morning, when I open this place to check out how you all are doing, FB asks me „what’s on your mind?“. Well, let me answer it. I am still here, alive and very very happy about it. I had a good sleep in a bed, that was designed in Sweden, I have a cup of freshly brewed coffee with beans from an Italian Brand and drink it out of a cup, that is a present from a friend from England. I wear a shirt, that I once ordered from one of my fav singers, who lives in Chicago. I am listening to and enjoying music made in Johannesburg, Tokyo, Berlin, Paris, London, Baltimore, Stockholm and New York. I am typing this on a macbook, which was designed in Texas and built in China. My coffee was joined by bread, made with flour by a mill, which is 2 Miles away. I had butter on it from my fav farmer, who lives 3 Miles away, self-made strawberry jam and two scrambled eggs – I had to walk 100 Meters for them, because my neighbor has chickens. The defibrillator-pacemaker-unit in my chest is working well, that thing was built in Boston and implanted in Germany. I already took my medication, which was developed in the USA, the UK and Switzerland. In an about an hour I will put on socks with wool from New Zealand and some trainers made in Thailand, and will drive five Miles to the doctor in our little car, that is from Japan. And I read posts on Facebook, where worried friends link to things that happen in their countries, where useless idiots are in charge who lie to their people, who built new fences around their country, who do think that Corona will suddenly disappear and who turn their democratic societies into banana-republics. So, that is on my mind right now, in the first two hours of this thursday, 23rd July of 2020. And now, let’s check the fav news-sites…
#staysafe

Glaubstdunicht • 2

Dieses Foto ist am 16. Juli 2020 in einer Kleinstadt in Utah entstanden. Es zeigt eine Versammlung von Männern und Frauen; sie sind auf Einladung von Lehrern zusammen gekommen. Die Lehrer wollten mit diesen Eltern von Grundschülern über die Maskenpflicht während der Corona-Zeit sprechen. Die Versammlung wurde vom Schulleiter abgebrochen, weil die Männer und Frauen sich geweigert haben, Masken zu tragen und einen Mindestabstand einzuhalten.

Utah hat etwa 3 Millionen Einwohner, laut der von den Behörden gemeldeten Zahlen sind dort seit Ausbruch des Corona-Virus rund 32.000 Menschen an Covid-19 erkrankt. Umgerechnet auf die Bevölkerung ist die Ansteckungsrate in Utah um ein fünffaches höher als in Deutschland.

Liebe Kinder – Donald Trump

Liebe Kinder,
heute wollen wir über Amerika und seinen Führer sprechen. Die USA haben 2017 einen zu ihrem Anführer gewählt, der auf RTL II eine Fernsehshow hatte. Das ist ein bisschen so, als ob Til Schweiger, Heidi Klum oder der letzte Gewinner des Dschungelcamps deutscher Kanzler oder Kanzlerin wären und nicht Frau Merkel, die kennt Ihr ja auch. Der Präsident heißt Donald Trump und ist einer dieser alten Männer, wegen denen ihr spätabends nicht mehr alleine in den Park gehen dürft. Seine Ärzte haben ihn oft untersucht und sagen immer, dass er ganz gesund ist. Das glauben aber nicht alle; es gibt auch Menschen, die denken, dass Trump zum Beispiel heftig unter Rassismus und Dummheit leidet. Weiterlesen „Liebe Kinder – Donald Trump“

London im Juni

Ich mag Großbritannien, das sollte man wissen. Ich habe Freunde, die dort leben; die meisten habe ich über soziale Medien oder bei verschiedenen Musikveranstaltungen kennengelernt. Sie sind über die Jahre Freunde geworden und geblieben; wir sind in Kontakt. Seit 2012 war ich etwa 15mal in England, häufig für ein Wochenende, aber auch – wie 2012 und 2018 – für mehrere Wochen. Ich behaupte nicht, dass ich Großbritannien verstehe.
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Er spricht mir aus der Seele – Thomas Davis, Baltimore

Ich finde es ja gut, wenn mir jemand sozusagen aus der Seele spricht. Thomas „Thommy“ Davis ist einer von denen, von denen ich gerne lese und höre. Thommy Davis, das muss man vielleicht erklären, ist ein US-amerikanischer DJ und Musikproduzent aus Baltimore, mit dem ich seit fünf Jahren auf Facebook verbunden bin. Ich mag seine Soulful House Musik sehr und spiele sie häufiger. Ich mag auch seine reflektierten Gedanken. Neulich hat er aufgeschrieben, wie es war, als er zum ersten Mal nach dem Ausbruch von Corona bei einer Veranstaltung war…

thomas davis, 10th july 2020, about his first event in corona-times…

I have watched enough stuff on FB to be afraid of any kind of crowd and was prepared to leave at the first sign of non-conform behaviors. I myself am a very “huggy” person and I needed a safe situation to practice not hugging or violate close distance unmasked.
I passed y’all!
I made NO exceptions, even to the closest of friends. It won’t take any health organization, or political rhetoric to know family that we are going to be this way for a long time- no matter what anyone says, be it news, governor, major, or anyone! Believe in yourself and what you can do to protect yourself and others. No handshakes, hugs, unnecessary too close proximity, or poor hygiene, most of all NO fraternizing with unmasked people (that includes close friends, family, or ANYONE!) It’s the only way we will one day come out of this mess.